Ehemalige Aktienvilla

Dieses Wochenende führte mich mein Weg in die ehemalige Aktienvilla. Das Gebäude ist mittlerweile das einzige, dass an die erfolgreichen Zeiten der Färberei Knab & Linhardt erinnert, welche später unter der Bezeichnung Aktienfärberei bekannt wurde. Der Rest des zentral gelegenen Firmenkomplexes wurden nach längerem Leerstand im Jahr 2000 abgerissen.

Ehemalige Aktienvilla – Letztes Überbleibsel einer glorreichen Zeit 

In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand hier die erste moderne Türkischrotfärberei Bayerns, 1951 gehörte die Aktienfärberei mit über 1.200 Mitarbeitern zu den größten Veredelungsbetrieben der Bundesrepublik. Der Betrieb wurde 1973 von der Spinnerei Forchheim übernommen und 1996 wurde die Produktion schließlich eingestellt.

Herein kommt man über eine alte Leiter durch ein Fenster im Erdgeschoss. Außer ein paar wenigen Überresten ist von der ehemaligen Einrichtung nichts mehr vorhanden. Eine altes Ledersofa gehört zu den interessantes Motive darin. Dieses befindet sich im Obergeschoss und ist schon ziemlich ramponiert. Eine ähnliche Fabrikantenvilla habe ich danach noch einmal besucht. Die Bilder hierzu findet ihr hier: Villa Filz.

Verwendete Ausrüstung:

Stand der Bilder: November 2015

3869 Ansichten Insgesamt 4 Heutige Ansichten

6 thoughts on “Ehemalige Aktienvilla

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  2. Hallo, sehr interessante Bilder. Ich bin in dem Haus aufgewachsen und von ca. 1958-1975 darin gewohnt. Das Ledersofa (Bild habe ich in der Fotocommunity gefunden – Die taurige Villa) muss dann in unserem Wohnzimmer gestanden haben, wenn es da einen kleinen Balkon gibt. Es war ein exklusives Wohnen für höhere Angestellte der Aktienfärberei (allerdings fast in Rufreichweite vom Chef). Mit parkähnlicher Aussenanlage, eine Paradies für Kinder. Zuletz habe ich als Abiturient 74/75 das Dachgeschoss bewohnt, weil meine Eltern weggezogen sind und ich nicht die Schule wechseln wollte. Was für ein Leben als 18-jähriger….ich habs genossen (und sogar das Abi geschafft). Vor zwei Jahren habe ich es selber fotogafiert, aber nur von aussen. Das etwas verfällt ist klar, aber hier war primitiver Vandalismus am Werk. Werde mal meine Oldie-Fotos durchsuchen nach Bildern von der Villa in der guten alten Zeit.

    Viele Grüße

    Dieter

    1. Hallo Dieter,
      freut mich, dass dir meine Bilder gefallen. Vielen Dank für die interessanten Informationen. Es ist immer wieder äußerst spannend, welche Geschichten hinter den Gebäuden stecken. Dem Internet sei Dank, habe ich so schon sehr viele aufschlussreiche Details erfahren und freue mich wirklich immer über neu Infos.

      Gruß Gregor

    2. Hallo Dieter, das ist wohl wahr, mit dem Verfall, „aber hier war primitiver Vandalismus am Werk“, stimmt umso mehr! Vor Allem seitens der Stadt und des Abrissunternehmens damals, denn die Garagen wurden unbedingt plattgemacht, die Niemanden störten… Man lässt dieses wunderschöne Gebäude verrfallen. Ich kenn diese Villa auch aus der Kinderzeit, denn mein Vater war dort in der „Aktien“ beschäftigt und kam ofter mal auch in die Villa. Ich war vor und während des Abrisses nochmal mit ihm in der Fabrik, leider damals noch mit nicht digitalem Fotoapparat. Es war schade um die teils sogar denkmalgeschützten Gebäude, vor Allem das alte Maschinenhaus, wo die Dampfmaschine stand und das auch wunderschön war und hier sehr gut reingepasst hätte. Vielen Dank an Georg Schreiber, für die wahnsinnig schönen Bilder!

      Viele Grüße
      Michael

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