NVA Erholungsheim

Das NVA Erholungsheim – auch Sprungschanzenhaus genannt – steht seit 1976 auf dem Sonnenberg. Für 65 DDR-Mark die Nacht urlaubten hier früher die „oberen 10.000“ der NVA und der sozialistischen und kommunistischen Bruderstaaten in schönster Lage. Offiziere und Unteroffiziere aus Ungarn, Bulgarien und sogar Kuba erholten sich hier beim Skifahren oder im hauseigenen 25-Meter-Schwimmbecken. Zu dem zusätzlichen Angebot der über 400-Betten-Anlage gehörten auch ein Film- und Tanzsaal, eine Bibliothek, ein Friseur, Tischtennis- und Fitnessräume, Sauna-Bereich und eine Arztpraxis sowie eine Kegelbahn.

NVA Erholungsheim – Neuer Nutzungszweck ist gescheitert

Der Plan, das Gebäude als Jugendhotel aufrecht zu erhalten, konnte nicht realisiert werden. Stattdessen kaufte eine Firma aus Heiligenstadt den Betonklotz und betrieb es einige Jahre als Asylantenheim. Seit dieses geschlossen wurde, verschlechterte sich der Zustand extrem. Heute ist es ein Abenteuerspielplatz für Paintballer, Geocacher und Urban Explorer. Die Stadt versucht schon seit Jahren das Gebäude zu kaufen, damit es abgerissen werden kann. Das Problem besteht darin, dass keiner genau weiß, wem der Komplex jetzt gehört. Der Besitzer war insolvent, das Gebäude und das Grundstück waren aber auf mysteriöse Art und Weise nicht auf der Liste der Besitztümer der Firma aufgeführt, zu diesen auch das FDGB Ferienheim in der Nähe gehört. Die Zukunft des alten NVA-Heims bleibt vorerst ungewiss.

Bei dieser Lost Place Tour habe ich zum ersten mal das Dörr HQ1650 Stativ verwendet und war so zufrieden damit, dass ich diesem bald einen eigenen Beitrag widmen werde.

Verwendete Ausrüstung:

Stand der Bilder: November 2015

 

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